UTSG-Handballer orientieren sich neu

von | 6. Oktober 2020 | Handball

Mit Aktionstagen wollen die Sportler Werbung an den Schulen machen

Der Handball hat im Buchfinkenland schon immer einen großen Stellenwert gehabt, wenn man nur an das traditionsreiche Pfingstturnier am Neu-Anspacher Waldschwimmbad denkt oder an die Jahre, als in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule sogar um Oberliga-Punkte gespielt wurde. Diese Hoch-Zeiten der Ballwerfer gehören allerdings der Vergangenheit an, und derzeit bemüht man sich sowohl bei der SG Wehrheim/Obernhain als auch der SG Anspach und der Usinger TSG darum, durch gezielte Förderung des eigenen Nachwuchses mittel- und langfristig wieder starke Mannschaften im Erwachsenenbereich auf die Beine zu stellen.
Nach der Ära der Handballspielgemeinschaft Anspach/Usingen, die bis zum 31. Mai 2019 bestanden hatte, beginnt Mitte Oktober die zweite Saison, in der die SGA und die Usinger TSG nach der Trennung wieder mit eigenen Teams um Punkte spielen. Auf der Jahreshauptversammlung der UTSG-Handballer im Vereinsraum der Buchfinkenhalle ist über die künftige Ausrichtung der Abteilung diskutiert worden. Mit der Spielzeit 2020/21 beginnt exakt ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung eine neue Ära, nachdem die Sparte im größten Sportverein der ehemaligen Kreisstadt 1969 gegründet worden war und die Usinger TSG 1970 erstmals am Spielbetrieb des Hessischen Handball-Verbands teilgenommen hat.

Geänderte Bedingungen
Die Rahmenbedingungen haben sich seit 1970 allerdings gravierend geändert, denn das Sport und Freizeit-Angebot ist für Jungen und Mädchen – gleich welchen Alters – inzwischen fast schon unübersichtlich groß geworden und der Trend zum E-Sport hat viele Heranwachsende vom Sportplatz und der Halle im heimischen Kinderzimmer vor den

FSJler Gzim Berisha (Usinger TSG) ist ein Glücksgriff für den Verein. FOTOS: STROHMANN

Monitor gezogen. Positive Erfahrungen beim Handball für die Jüngsten hat man bei der Usinger TSG seit nunmehr schon vier Jahren mit engagierten FSJlern gemacht, die die Vereins-Übungsleiter bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützen. Diese Position hat derzeit der 18-jährige Gzim Berisha inne, der an den Grundschulen in Usingen und Grävenwiesbach im Sportunterricht der ersten und zweiten Klassen eingesetzt wird und im übrigen in Personalunion eine der großen Hoffnungen der UTSG-Fußballer ist.
Zielgruppe für die Usinger Handballer sind Jungen und Mädchen im Vorschul- und Grundschulalter, um frühestmöglich mit dem Erlernen der sportlichen Basics zu beginnen. Angestrebt wird eine Kooperation mit den Usinger Schulen, an denen sogenannte Handball-Aktionstage sowie Schnupper-Programme angeboten werden sollen.

Projekt für drei Jahre
„Dieses Projekt einer verstärkten Jugendarbeit ist auf einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren angelegt. Dann können wir eine erste Bilanz ziehen, ob wir diesen Weg weitergehen wollen“, erläutert Vorstandsmitglied Jochen Koops. Da bekanntlich aller Anfang schwer ist, hat die Usinger TSG für die Handball-Saison 2020/21 lediglich eine Mini-Mannschaft gemeldet. Diese Gruppe mit Spielerinnen der Jahrgänge 2012 bis 2015 trainiert jeweils donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr in der Buchfinkenhalle und wird von Maximilian Hofmann, Florian Klee, Johanna Curtius und Elena Bittmann betreut. Hinzu kommt noch FSJler Gzim Berisha. Vorstandswahlen standen bei der Jahreshauptversammlung diesmal nicht auf der Tagesordnung, da das Führungsgremium mit Jochen Koops, Konrad Blaschke, Konrad Zorn, Olaf Stuka, Wolfgang Reith, Norbert Sierra- Eifert und Marius Urmann erst im vergangenen Jahr gewählt worden ist.

VON GERHARD STROHMANN

 

 

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